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Theoretischer Hintergrund

2009 unterzeichneten Deutschland und Tansania die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (vgl. UN 2006). Diese ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der das übergeordnete Ziel verfolgt, jeder Person über seine gesamte Lebensspanne hinweg Teilhabe in der Gesellschaft und im Bildungssystem zu gewährleisten. Mit der Ratifizierung ist eine politische Grundlage geschaffen, um der - vor allem in Tansania noch verankerten - gesellschaftlichen Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen entgegenzuwirken. Die größte Herausforderung dabei ist der Aufbau fachlicher Ressourcen im Gesundheitsbereich und die Ausbildung pädagogischer und therapeutischer Expertise für die Umsetzung einer inklusiven Bildung. Dabei gewinnt vor allem die frühe Integration von Neugeborenen und Kleinkindern mit besonderem Förderbedarf zunehmend an wissenschaftlichem und öffentlichem Interesse.

Auf der Basis der bereits seit 2008 bestehenden Kooperation zwischen der Sebastian Kolowa Memorial University in Tansania und der Leibniz Universität Hannover im Bereich der Sonderpädagogik werden die beschriebenen Herausforderungen angenommen. Dabei wird ein integriertes capacity building in den Bereichen Forschung und Ausbildung durch Forschung über Ausbildung angestrebt.